Zum zweiten Mal.

Ende Mai wurde die 16. Ausgabe der Architekturbiennale in Venedig eröffnet. Bereits zum zweiten Mal hat Neuco das Lichtkonzept für den Schweizer Pavillon erschaffen und das unkonventionelle Architektur­projekt mit einer extravaganten Licht­installation inszeniert.

Die Architekturbiennale in Venedig ist ein Anlass mit internationaler Strahlkraft. Seit mittlerweile 38 Jahren geht sie alle zwei Jahre über die Bühne und schafft es, sich immer wieder selbst zu übertreffen. Denn die architektonischen Beiträge aus aller Welt, die man hier während mehrerer Monate bestaunen kann, werden immer spektakulärer und faszinierender. In diesem Jahr steht die Hauptausstellung der Biennale unter dem Motto «FREESPACE». Und auch die Schweiz ist mit einem spektaku­lären Beitrag vertreten.

Wohnräume, neu interpretiert

In diesem Jahr hat die Kulturstiftung Pro Helvetia, die seit 2012 für alle Schweizer Beiträge zuständig ist, das junge Architektenteam Alessandro Bosshard, Li Tavor, Matthew van der Ploeg und Ani Vihervaara mit der Realisierung des Schweizer Pavillons beauftragt. Der Name des Projekts: «Svizzera 240: House Tour». Dahinter stecken Räume, die das gängige Bild unserer Wohnungen und Häuser hinterfragen und durch verblüffende Dimensionen auf den Kopf stellen. «Wer sich auf diese House Tour begibt, betritt eine unmögliche Welt. Eine Welt, in der man weder Bewohner, Bauherr oder potenzieller Käufer noch Wissenschaftler oder Architekt ist, sondern zu einem völlig neuen architektonischen Subjekt wird: einem House Tourist», schreibt Pro Helvetia im Projektbeschrieb.

Licht-Experimente im Mock-up

Zum zweiten Mal in Folge hat Neuco die Installation in Venedig beleuchtet und war von Beginn an intensiv in das Projekt involviert. Die Vision der Architekten war es, im Inneren des Schweizer Pavillons in einem gebauten «Wohnraum» den natürlichen Tageslichteinfall zu simu­lieren. Thomas Lack, Leiter Lichtanwendung bei Neuco, entwickelte ein durchdachtes Konzept, um diese Wirkung zu erzielen. Dieses wurde im Mock-up in Zürich gemeinsam mit den Architekten an einem Modell getestet, ausgefeilt und perfektioniert.

Grosser Anlass, grosse Ehre

«Im Anschluss an die ausführlichen Tests übersetzten die Architekten das Ganze in die gewünschte, grössere Dimension für die Biennale in Venedig», erklärt Thomas Lack. «Neuco lieferte dafür sämtliche LED-Strahler und Stromschienen.» In der konkreten Ausführung vor Ort wurden allerdings opalene und teilweise bedruckte Screens eingesetzt, um Einblicke in die Technik zu vermeiden. Die LED-Spots strahlen nun als Hauptlichtrichtung seitlich von oben, um so den Lichteinfall spürbar zu machen. Natürlich war der Lichtexperte auch an der feierlichen Eröffnung des Schweizer Pavillons Ende Mai zu Gast. Ein spannender Anlass – und eine grosse Ehre für Neuco. «Es war einmal mehr ein tolles Erlebnis, an diesem renommierten Grossevent dabei zu sein und das einzigartige Projekt selbst mitzuentwickeln», so Thomas Lack.

Gold für die Schweiz – auch dank Neuco

Die schönste Auszeichnung kommt zum Schluss: Der Schweizer Pavillon hat den Goldenen Löwen für den besten nationalen Beitrag an der 16. Architekturbiennale von Venedig gewonnen – und dies zum ersten Mal. Der Award ist einer der renommiertesten internationalen Architekturpreise, der durch eine internationale Jury verliehen wird. Die Auszeichnung geht gleichermassen an das junge Architektenteam der ETH Zürich wie auch an die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia als Kommissärin und zustän­dige Institution für Auswahl und Organisation des Schweizer Auftritts. Wir gratulieren.

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